Low-Carb

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Low-Carb

Beitrag von Xyfus » Mi 12. Nov 2014, 09:25

Da die geänderten Erscheinungsbilder beim letzten Gildentreffen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, soll ich von Stephan mal die Frage stellen, wie ihr eure Ernärung umgestellt habt?
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Re: Low-Carb

Beitrag von Timor » Mi 12. Nov 2014, 10:06

Angefangen habe ich damit, mich generell für Ernährung zu "interessieren". Ich habe mir angeschaut was ich so am Tag esse und was da so an Fett, Kohlehydrate und Eiweiß drin ist. Dabei ist mir aufgefallen, dass weit mehr als 50% der Kcal die ich so esse von kurzkettigen Kohlehydraten stammt. Da diese eben sehr schnell verdaut werden isst man automatisch mehr. In den folgenden vllt 2 Wochen habe ich die Kohlehydrate zunächst reduziert. Das heißt weniger Brötchen, Beilagen usw.

Nach den ca 2 Wochen habe ich dann die Kohlehydrate so gut wie komplett abgestellt. Das heißt unter 5g Kohlehydrate am Tag. Dadurch verfällt der Körper in die Ketose, wodurch Fettabbau gefördert wird. Die erste Zeit ohne Kohlehydrate war doch recht anstrengend, daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Die ersten paar Tage hatte ich nicht so wirklich Energie (Entzug?^^). Das legte sich aber recht schnell.

Davon abgesehen war wirklich das Wichtigste für mich einfach zu wissen was in welchem Essen so drin ist. Da verging mir schon alleine der Appetit auf so manche Sachen^^ (Esse ich jetzt lieber ein(!) Brötchen oder 300(!) gramm Pute?^^)

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Re: Low-Carb

Beitrag von Xyfus » Mi 12. Nov 2014, 10:56

Worauf ist im Zustand der Ketose dann zu achten? Also gibts irgendwelche langfristig schädlichen Auswirkungen auf die Organe, wenn der Organismus dann Fett anstelle Zucker verwendet?
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Re: Low-Carb

Beitrag von Rados » Mi 12. Nov 2014, 12:03

Ich habe mir das weniger genau angeschaut. Ich habe immer nur drauf geachtet wie viel Kohlenhydrate in den jeweiligen Speisen war und habe die
auf ein Minimum reduziert.

Morgens: 1 Roggenbrötchen mit Käse (Ja, Kohlenhydrate aber man brauch ja Energie)
Mittags: Geflügen und Gemüse
Abends: Gemüse, Salat, Fisch, Fleisch

Habe halt auf Alkohol, Süßigkeiten und Obst komplett verzichtet.
9 Monate gewartet und schwubs war die hälfte weg :)
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Re: Low-Carb

Beitrag von Ethy » Mi 12. Nov 2014, 13:22

Hey, Marco, das hört sich ausgewogen und lecker an (bis auf die Pute für mich). :smile:

Ich gebe Marco Recht, ohne Kohlehydrate hat man bei dieser Ernährung ein Problem. Wenn ich als Veggie mal auf irgendwas kartoffeliges oder nudelhaltiges verzichte, habe ich asap Hunger und esse das Doppelte. Mit Pute verhält es sich sicher ähnlich. Was hast du, Andreas, denn für Fleisch gegessen?

Hat hier wer Trennkost ausgetestet?
Denken ist wie googlen, nur krasser.

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Re: Low-Carb

Beitrag von Rados » Mi 12. Nov 2014, 14:31

Pute hab ich recht wenig gegessen. Mehr Hähnchen.
Achja. Viel trinken und 2x pro Woche Sport (Fitnessraum und Badminton)
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Re: Low-Carb

Beitrag von Xyfus » Mi 12. Nov 2014, 16:06

Ethy hat geschrieben:Wenn ich als Veggie mal auf irgendwas kartoffeliges oder nudelhaltiges verzichte, habe ich asap Hunger und esse das Doppelte.
Nachdem was Andreas geschrieben hat, ist das ja ganz klar: Entzug! Dir fehlt dann die schnelle, knackige, tolle, Zuckerenergie - und die will dein Körper asap haben!

Aber wenn 1 Brötchen genauso schlecht (oder gut) ist wie 300g Pute, dann kann man ja anstelle einer Kartoffel gleich ne ganze Pute essen. Und dann hat man auch keinen Hunger mehr.

Für nen Veggie natürlich schwierig. Ist dann aber bei Trennkost genauso schwer (wenn nicht sogar schwerer: Kartoffelauflauf ohne Käse ist mal richtig doof, dann esse ich nicht mehr mit... :P)

Was ich heute aber gefunden habe: bei Lasagne die Nudelscheiben durch Kohlrabischreiben ersetzen - eigentlich ne Klasse Idee!
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Re: Low-Carb

Beitrag von Timor » Mi 12. Nov 2014, 17:35

Wirklich gesund ist die Ketose nicht, aber auch nicht schädlich wenn man dass nicht über Jahre macht. Es geht recht stark auf die Leber. Das kann man aber ganz gut abdämpfen indem man sehr viel trinkt (habe 5+ Liter Wasser am Tag getrunken) (ich bin kein Mediziner, habe das selbst nur aus Büchern, vllt weiß da ja jemand noch mehr drüber).

So wie es mit der Lasagne ist, ist es mit vielen Gerichten. Es gibt auch low carb Pizza und low carb Brötchen zum Beispiel.

Als Vegetarier hätte ich es aber ehrlich gesagt auch nicht geschafft. Fleisch war schon mein Hauptlieferant an Nährwerten. Dazu eben viel Gemüse, hauptsächlich für die Balaststofffe. Das hat mir eigentlich ganz gut gepasst, war schon immer ein Fleischesser :).

Achja und zum Alkohol. Den habe ich natürlich auch komplett weggelassen. Der ist sowas wie ein HyperKohelhydrat^^. Ist eigentlich kein Kohlehydrat, wirkt aber auf den Stoffwechsel recht ähnlich nur in verstärkter vorm. (Hat sehr viele kcal und wird sehr schnell verdaut->Glykogenspiegel steigt-> Hunger da und Fettabbau weg)

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Re: Low-Carb

Beitrag von Crudelitas » Mi 12. Nov 2014, 18:12

Was bei mir ganz gut funktioniert hat ist Reduktion von Kohlenhydraten vor allem Abends. D.h. Speisen wie ein König morgens (Englisches Frühstück z.b. Ei,Speck,Bohnen) , Mittagessen mit Kohlenhydratanteil (Nudeln so gegen 12-1 damit das Mittagsloch nicht ganz so reinhaut) und dann Abends nach dem Sport ein Salat mit Putenstreifen, Ei, Käse oder sonstigen Appetithäppchen die wenig bis keinen Kohlenhydratanteil haben.

Vergesst nicht das auch Fett nen Brennwert hat und Low-Carb als "Atkins" in seiner Extremvariante entsprechende Wirkungen und Nebenwirkungen haben kann ( u.a. Vitaminmangel, da hilft ne Obstportion morgens oder mittags recht gut, gerade zur Erkältungszeit ;) )

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Re: Low-Carb

Beitrag von Timor » Mi 12. Nov 2014, 18:59

Irgendwo hat jede Diät Nebenwirkungen. Diät steht dabei im Prinzip immer für eine Mangelernährung (weniger kcal zu sich nehmen wie man verbraucht). Denn ohne eine Mangelernährung kann man nicht abnehmen. Dass eine Mangelernährung nicht gesund ist, dürfte auch klar sein. So wie ich das gemacht habe ist es mit Sicherheit noch viel ungesünder, aber es war ja was "einmaliges".

Zum Thema Atkins: Das finde ich nur widerlich^^ Kene einen der Kraftsport seit gut 10 Jahren macht. Der hat das mal ne Weile lang gemacht. Da gabs dann hauptsächlich glaube ich sowas wie Frikadellen mit Majo....bäääh.

Das mit Abends keine Kohlehydrate essen ist glaube ich zu 90% ein Irrglaube, der allerdings ganz gut funktioniert^^. Meiner Meinung nach ist der Grund warum es funktioniert, dass man durch die geringeren Kohleydrate am Abend eine negative Kalorienbilanz über den ganzen Tag hat. So viel ich weiß kommt man nur weil man Abends keine Kohlehydrate isst nie in die Ketose, was ja das eigentliche Ziel davon ist.

Den Vitaminmangel sollte man wenn man low carb macht übrigens nicht mit Obst ausgleichen. Die meisten Obstsorten haben dermaßen viel Zucker. Da kann man auch gleich Schokolade essen. Gemüse ist da wesentlich besser geeignet.

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Re: Low-Carb

Beitrag von Xyfus » Mi 12. Nov 2014, 19:34

Naja, ganz so verkehrt ist das mit Kohlenhydrate reduzieren nicht. Auch ohne Ketose. Geht vielleicht dann nicht so schnell mit der Fettverbrennung und man muss die dann vielleicht einfach nur durch Bewegung ankurbeln.

Weniger Kohlengydrate = weniger Zucker. Nix andres sind die ja...

Wann man die wegläßt ist dann aber eher egal. Wobei morgens wie ein Kaiser dadurch vorteilhaft ist, weil man ja Energie für den Tag braucht und dann auch verbraucht. Nachts im Bett braucht man die Energie wohl weniger und speichert die in Fettzellen...
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Re: Low-Carb

Beitrag von Timor » Mi 12. Nov 2014, 19:59

Jup da haste völlig Recht. Ich lese das mit Abends immer nur beschrieben als ultra super tolle Fettverbrennung über Nacht :)

Finde es auch so krass, dass Fett immer als der "Übeltäter" und Dickmacher dargestellt wird, was so eben nicht richtig ist. Am Beispiel des Königsfrühstücks: Ich könnte fast wetten dass du durch ein solches Frühstück weniger Kalorien isst wie jemand der 2 Brötchen morgens isst (und du bist länger satt). Schaut man sich so die üblichen "bösen" Essen an, kommt der Hauptteil der Kalorien hauptsächlich von den Kohlehydraten.

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